Ein Gewächshaus braucht im Hochsommer jeden Tag Wasser. Tomaten und Gurken trinken an heißen Tagen mehrere Liter pro Pflanze. Leitungswasser kostet Geld und ist für viele Pflanzen zu kalkhaltig. Regenwasser ist kostenlos, weich und hat die richtige Temperatur. Die Frage ist nur, wo du es speicherst. Wir haben die Tanks auf dieser Seite nicht selbst eingebaut. Die Angaben stammen von Herstellern und aus den Bewertungen auf Amazon.de.
Wie viel Wasser liefert dein Dach?
In Deutschland fallen je nach Region etwa 500 bis 800 Liter Regen pro Quadratmeter und Jahr. Ein Gartenhaus mit 10 m² Dach sammelt also grob 5000 Liter im Jahr, ein Hausdach mit 80 m² weit über 40.000 Liter. Das Gewächshausdach selbst kannst du auch nutzen, wenn es eine Regenrinne hat.
Der Haken: Der Regen fällt nicht dann, wenn du gießen willst. Im Juli gibt es oft wochenlang wenig Niederschlag. Ein großer Speicher überbrückt diese Zeit.
Regentonne, Wandtank oder Zisterne?
| Regentonne | Wandtank | Zisterne im Boden | |
|---|---|---|---|
| Inhalt | 200 bis 500 Liter | 300 bis 1500 Liter | 1000 bis 10.000 Liter |
| Aufbau | hinstellen | hinstellen, an Fallrohr anschließen | Grube ausheben, einbauen |
| Frost | im Winter leeren | im Winter leeren | frostfrei im Boden |
| Wasser holen | Hahn oder Gießkanne | Hahn oder Pumpe | Pumpe nötig |
Für ein kleines Gewächshaus und ein paar Hochbeete reicht oft ein Wandtank mit 1000 Litern. Der 4rain Slim Wandtank ist schmal genug für die Hauswand, ein großer Tank wie der CUBUS mit 1000 Litern ist günstiger, braucht aber mehr Stellfläche.
Wer einen großen Gemüsegarten hat oder die Toilette mit Regenwasser spülen will, landet bei der Zisterne. Sie liegt im Boden, das Wasser bleibt kühl und dunkel, und Algen haben kaum eine Chance.
Flachtank oder Rundtank?
Klassische Zisternen sind hoch und brauchen eine tiefe Grube. Ein Flachtank wie der GreenLife 2000 Liter ist breiter und flacher. Du musst weniger tief graben, und er passt auch dort, wo das Grundwasser hoch steht oder Fels im Boden ist. Für kleine Gärten gibt es Mini-Zisternen mit 500 bis 1000 Litern, etwa die Aqua-PICO.
Worauf du beim Einbau achten musst
- Befahrbar oder begehbar: Die meisten Tanks sind nur begehbar. Unter der Einfahrt brauchst du eine befahrbare Abdeckung.
- Filter am Fallrohr: Ein Filter hält Laub und Moos aus dem Tank. So bleibt das Wasser länger sauber.
- Überlauf: Ist der Tank voll, muss das Wasser irgendwo hin. Plane einen Überlauf in den Kanal oder in eine Versickerung.
- Beruhigter Zulauf: Er verhindert, dass neues Wasser den Schlamm am Boden aufwirbelt.
Brauche ich eine Genehmigung?
Eine Zisterne für den Garten ist in den meisten Gemeinden genehmigungsfrei. Willst du Regenwasser im Haus nutzen, etwa für Toilette oder Waschmaschine, musst du das beim Wasserversorger melden. Manche Städte fördern Zisternen sogar oder senken die Gebühr für Niederschlagswasser. Frag bei deiner Gemeinde nach.
Wie kommt das Wasser zurück nach oben?
Aus einem Wandtank kannst du über einen Hahn in die Gießkanne zapfen. Aus einer Zisterne im Boden brauchst du eine Pumpe. Am bequemsten ist ein Hauswasserwerk, das den Druck im Schlauch hält und nur läuft, wenn du den Hahn aufdrehst.
Alle vier Tanks mit Preisen findest du unter Zisterne und Regenwassertank. Für das Gießen im Gewächshaus lohnt sich auch unser Ratgeber Gewächshaus bewässern.


