G
Gewächshaus-Vergleich

Gewächshaus bewässern: Regentonne, Tropfschlauch und Co.

Stand: Oktober 2026

Im Gewächshaus regnet es nicht. Jeder Tropfen Wasser kommt von dir. An heißen Sommertagen brauchen Tomaten und Gurken viel Wasser, und wer im Urlaub ist, braucht eine Lösung. Hier sind die vier wichtigsten Wege, dein Gewächshaus zu bewässern.

Regenwasser sammeln

Regenwasser ist das beste Gießwasser. Es ist kalkarm, kostet nichts und hat meist schon Außentemperatur. Leitungswasser direkt aus dem Schlauch ist im Sommer oft deutlich kälter als die Erde, und das mögen Tomaten und Gurken nicht.

Regenrinne am Gewächshaus

Viele Gewächshäuser haben eine Regenrinne. Das GFP Jasmin 5 hat laut Hersteller eine integrierte Rinne, das Vitavia Palma 3250 kommt mit Regenrinne und zwei Fallrohren. Beim Juliana Premium 8,8 m² sind sogar vier Fallrohre dabei. Ob die Rinne im Lieferumfang ist, fließt auch in unseren Score ein.

Die Regentonne

Stell eine Regentonne direkt neben das Gewächshaus unter das Fallrohr. Noch besser steht sie innen, dann hat das Wasser immer die richtige Temperatur.

  • Größe: Lieber zu groß als zu klein. Im Hochsommer ist eine kleine Tonne nach wenigen Tagen leer.
  • Deckel: Ein Deckel hält Mücken, Laub und Kinder fern.
  • Auslaufhahn: Ein Hahn unten an der Tonne spart dir das Schöpfen.
  • Winter: Leere die Tonne vor dem ersten Frost, sonst kann sie platzen.

Regentonnen und Zubehör findest du unter Zubehör: Regentonne.

Die Gießkanne

Die Gießkanne ist die einfachste Lösung, und für kleine Häuser oft die beste. Du siehst jede Pflanze, merkst früh, wenn etwas nicht stimmt, und gießt genau dort, wo es nötig ist.

So gießt du richtig:

  • Morgens gießen, dann trocknen die Blätter tagsüber ab.
  • An die Wurzel, nicht über die Blätter. Nasse Tomatenblätter sind ein Einfallstor für Kraut- und Braunfäule.
  • Selten, aber kräftig. Lieber jeden zweiten Tag durchdringend als jeden Tag ein bisschen. So wachsen die Wurzeln tiefer.
  • Fingerprobe: Steck einen Finger ein paar Zentimeter in die Erde. Ist sie dort trocken, gieß.

Eine Kanne mit langem Ausguss und abnehmbarer Brause erreicht auch die hinteren Pflanzen.

Tropfbewässerung

Bei der Tropfbewässerung läuft ein Schlauch an den Pflanzen entlang. Kleine Tropfer geben das Wasser langsam direkt an die Wurzel ab.

  • Vorteile: spart Wasser, hält die Blätter trocken, gleichmäßige Feuchtigkeit
  • Nachteile: Aufbau dauert eine Weile, Tropfer können verkalken oder verstopfen

So baust du sie auf

  1. Einen Hauptschlauch an den Wasserhahn oder an die Regentonne anschließen.
  2. Den Schlauch entlang der Beete verlegen.
  3. An jeder Pflanze einen Tropfer setzen, bei großen Tomaten auch zwei.
  4. Einmal laufen lassen und prüfen, ob überall Wasser ankommt.

Mit Regentonne

Eine Regentonne hat wenig Druck. Viele Tropfsysteme brauchen aber einen bestimmten Wasserdruck. Stell die Tonne erhöht auf, zum Beispiel auf Steine, oder nimm eine kleine Pumpe. Achte beim Kauf darauf, ob das System für drucklosen Betrieb geeignet ist.

Sets und Einzelteile findest du unter Zubehör: Bewässerung.

Bewässerungscomputer

Ein Bewässerungscomputer sitzt zwischen Wasserhahn und Schlauch und öffnet das Wasser zu festen Zeiten. Zusammen mit einer Tropfbewässerung hast du so ein System, das von allein läuft.

  • Einfache Modelle: mit Drehrad für Startzeit und Dauer, laufen mit Batterie
  • Bessere Modelle: mit mehreren Programmen, Regenpause oder Bodenfeuchtesensor
  • App-Steuerung: praktisch im Urlaub, weil du die Zeiten aus der Ferne ändern kannst

Tipp: Teste das System vor dem Urlaub mindestens eine Woche lang. Prüfe die Batterie und ob alle Tropfer laufen. Ein verstopfter Tropfer in der falschen Woche kostet dich die Tomatenernte.

Weitere Helfer

  • Mulch: Eine Schicht aus Stroh oder Rasenschnitt hält die Feuchtigkeit im Boden und spart Wasser.
  • Tonkegel (Ollas): Ein Tonkegel in der Erde gibt Wasser langsam an die Wurzeln ab. Gut für ein paar Tage ohne dich.
  • Untersetzer bei Kübeln: Wasser, das unten ausläuft, steht den Pflanzen später noch zur Verfügung. Aber nicht dauerhaft im Wasser stehen lassen.

Gießen und Lüften gehören zusammen

Feuchte Erde und warme Luft ohne Durchzug sind ideal für Pilze. Wer viel gießt, muss auch gut lüften. Wie das geht, liest du im Ratgeber Gewächshaus lüften.

Welche Lösung passt?

  • Kleines Haus, du bist oft im Garten: Gießkanne plus Regentonne
  • Großes Haus oder viele Tomaten: Tropfbewässerung
  • Du fährst im Sommer weg: Tropfbewässerung mit Bewässerungscomputer

Achte schon beim Kauf auf eine Regenrinne. Häuser, die eine mitbringen, findest du über den Gewächshaus-Finder oder in der Liste aller Gewächshäuser. Weitere Kauftipps stehen in der Kaufberatung.

Die Gewächshäuser aus diesem Artikel

Bewässerung fürs Gewächshaus

Zubehör, das viele Käufer dazu nehmen. Affiliate-Links zu Amazon.de, mehr dazu.

Alle Bewässerung →

Passend dazu

Noch unsicher? Der Gewächshaus-Finder schlägt dir in 5 Fragen 3 Modelle vor →